Blaues Bienenwunder


Mit ihrer auffälligen blauen Farbe hebt sich die Holzbiene von anderen Insekten ab. Bild: Pixabay
Mit ihrer auffälligen blauen Farbe hebt sich die Holzbiene von anderen Insekten ab. Bild: Pixabay
Holzbiene. In den vergangenen Wochen waren auf den Social-Media-Kanälen mehrmals Bilder der grossen Holzbiene zu finden. Diese Auftritte verdankt das Insekt seiner auffälligen blauen Farbe.
Die grosse Holzbiene, auch bekannt unter den Namen blaue, violette oder gemeine Holzbiene gilt mit einer Länge von fast 3 Zentimetern als die grösste heimische Bienenart. Gegenüber dem Menschen verhält sie sich zurückhaltend. Sie kann zwar stechen tut dies aber nur aus Notwehr. In der Schweiz kommt die Holzbiene ausschliesslich in niedrigen Lagen vor. Ihr Lebensraum sind Obstwiesen, Gärten, Parkanlagen oder Waldränder. Die Holzbiene ist eine Einzelgängerin. Sie produziert keinen Honig und benötigen den eingesammelten Nektar für sich und die Eiablage.
Im Gegensatz zur Honigbiene baut die Holzbiene kein Nest. Nach der Begattung im Frühling nagt das Weibchen mit seinen kräftigen Beisswerkzeugen bis 30 Zentimeter lange Nistgänge in morsches Totholz hinein, um seine Eier zu legen. Dabei macht es keinen Unterschied zwischen natürlichem Totholz oder alten verbauten Balken. Bohrt sie ihre Löcher in das Fachwerk alter Häuser, kann dies zu Schäden führen.
Die Holzbiene überwintert in Holzgängen, Mauerspalten oder in selbst gebauten Erdlöchern. Je nach Temperaturen wird sie ab Ende März, Anfang April wieder aktiv. Die Flugzeit frisch geschlüpfter Insekten beginnt Anfang August und dauert bis in den Herbst.
Die Holzbiene gilt in der Schweiz als gefährdet. Grund dafür ist ein Mangel an geeigneten Nistplätzen in sonnigen Lagen. Wird das Totholz in der Waldwirtschaft, in Parks und Gärten als unnütz betrachtet und weggeräumt, so verschwinden die Nistplätze. Um das Insekt mit der schillernden blauen Farbe zu fördern sollten totes Holz in Gärten, Parks und an Waldrändern liegen gelassen und Bohrlöcher in Pfählen und Balken geduldet werden, solange daraus kein Schaden entsteht.
Da die Holzbiene die Wärme liebt, könnte sie vom Klimawandel profitieren. Bereits heute ist sie in höheren Lagen anzutreffen als noch vor einigen Jahren.
Monika Hurni
Veröffentlichung: 21. Juli 2020
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