Wild oben drüber

Das Tragwerk steht, jetzt folgen noch Abdichtung und Erdarbeiten. Bild: Timbatec

Autobahnbrücke. Zwischen Hunzenschwil und Suhr im Kanton Aargau entsteht derzeit die schweizweit erste Wildtierbrücke aus Holz. Schon bald sollen über das bogenförmige Tragwerk Hase und Igel huschen können.

Die schweizweit erste Brücke aus Holz für Wildtiere steht. Schon bald können Wildschwein, Hase und Co. die Autobahn A1 zwischen Hunzenschwil und Suhr im Kanton Aargau sicher queren.

Wild frequentiert

Zu den grössten Problemen des Arten- und Biotopschutzes gehören der Verlust sowie die Isolierung naturnaher Lebensräume, weil immer mehr Verkehrswege die Gebiete durchschneiden. Eine Autobahn ist ein kaum zu überwindendes Hindernis für ein Wildtier. Deshalb hat das Bundesamt für Umwelt (Bafu) Wildtierkorridore von überregionaler Bedeutung festgelegt. Der Korridor AG6 verbindet das Juragebiet mit dem Mittelland über die A1. Untersuchungen, wie die von der Vogelwarte Sempach, haben gezeigt, dass die Tiere das Angebot der Brücken ausgiebig nutzen.

Wild zuhause

Die Brücke besteht aus zwei bogenförmigen Tragwerken, die aus druckimprägniertem Brettschichtholz mit einer Spannweite von 17,4 Metern gefertigt sind. Auch das Sekundärtragwerk ist in BSH ausgeführt und mit einer Furnierschichtplatte flächig verkleidet und abgedichtet. Die Brücke wird dann mit Erde bedeckt und auf der ganzen Breite von 54 Metern bepflanzt. Darauf sollen kleine Tümpel und Gräben, die temporär Wasser führen, sowie Steinhaufen und Erdwälle errichtet werden.

Christian Härtel

www.timbatec.ch

Veröffentlichung: 07. Oktober 2020 / Ausgabe 40/2020

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