Wachstum trotz gesunkener Profitabilität


Die Franke Group hatte 2017 mit höheren Logistik- und Vertriebskosten zu kämpfen. Bild: Noah J. Gautschi
Die Franke Group hatte 2017 mit höheren Logistik- und Vertriebskosten zu kämpfen. Bild: Noah J. Gautschi
Wirtschaft. Die Artemis Group, zu welcher auch die Franke Gruppe gehört, konnte im Jahr 2017 den Umsatz um 5,5 Prozent steigern und einen Reingewinn von 223 Millionen Franken erwirtschaften.
Die Artemis Group profitierte im Geschäftsjahr 2017 vom positiven gesamtwirtschaftlichen Umfeld und erzielte ein gutes Umsatzwachstum. Das operative Ergebnis (EBIT) ging aufgrund höherer Kosten, wie zum Beispiel den Aufbau von Vertriebsstrukturen leicht zurück. Der Cash flow und der Reingewinn verbesserten sich dennoch aufgrund des positiven Finanzergebnisses. Der konsolidierte Nettoumsatz der Artemis Group erreichte im Jahr 2017 2.9 Milliarden Franken und lag damit 5.5 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Organisch erhöhte sich der Nettoumsatz um 4.0 Prozent und wurde von den beiden vollkonsolidierten Industrieaktivitäten Franke Group und Feintool Group getragen.
Die Franke Group verzeichnete im Berichtsjahr ein Umsatzwachstum bei tieferer Profitabilität. Sie generierte einen konsolidierten Nettoumsatz von 2.1 Milliarden Franken gegenüber 2.0 Milliarden Franken im Vorjahr und verzeichnete damit einen Umsatzanstieg von 3.1 Prozent. Hauptwachstumstreiber waren das organische Wachstum mit 2 Prozent (Vorjahr 10.6 Prozent) und die Akquisitionen mit 1.5 Prozent, wobei die Währungseffekte mit 0.4 Prozent negativ zur Umsatzentwicklung beitrugen.
Die positive Umsatzentwicklung führte nicht zu einem Anstieg des operativen Ergebnisses (EBIT). Es reduzierte sich leicht von 198.8 Millionen Franken auf 195 Millionen Franken, was einer Abnahme von 3.8 Millionen Franken entspricht. Ausschlaggebend für die negative Entwicklung war die gesunkene Profitabilität bei der Franke Group, vor allem bei der grössten Division Franke Kitchen Systems aufgrund von Investitionen in den Vertrieb und einigen einmaligen Aufwendungen im Rahmen der Konsolidierung der drei Produktionsstätten für Kunststoffspülen.
Der Gewinn sank um 8.8 Prozent auf 126.1 Millionen Franken. Diese Abnahme spiegelte sich auch in einer niedrigeren Marge von 6.1 Prozent wider. Verantwortlich für die Schwächung der Ertragskraft war in erster Linie Franke Kitchen Systems. Nach Verbesserungen im Jahr 2016 erzielte die Division aufgrund höherer Rohstoffpreise und des anhaltend hohen Preisdrucks niedrigere Margen. Diese externen Faktoren, verbunden mit höheren Logistik- und Vertriebskosten und hohen Investitionen in ein neues Kunststoffspülen-Werk, plus für die Konsolidierung der drei bestehenden Werke für Kunststoffspülen, belasteten die Profitabilität.
Auch Franke Coffee Systems trug zur Reduzierung des Ergebnisses bei. Der Anbieter von professionellen Kaffeevollautomaten investierte weiterhin kräftig in den Ausbau der Vertriebsstrukturen, um die Grundlagen für zukünftiges Wachstum zu stärken. Franke Foodservice Systems hingegen konnte ihr Profitablitätsniveau halten, während Franke Water Systems sich im gewerblichen Produktbereich verbessern konnte. Der Cash flow verringerte sich lediglich um 4.6 Prozent. Dies ist mit einem verbesserten Finanzergebnis zu begründen, das auf einen höheren anteiligen Reingewinn der assoziierten Gesellschaft Duravit sowie auf eine günstigere Fremdwährungs-Situation zurückzuführen ist.
NJG
Veröffentlichung: 01. Juni 2018
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