Schule im Wandel


Neue Unterrichts- und Lernformen führen, zusammen mit dem Anspruch nach Tages-strukturen, zu neuen Möblierungen. Bild: Hunziker AG Thalwil
Neue Unterrichts- und Lernformen führen, zusammen mit dem Anspruch nach Tages-strukturen, zu neuen Möblierungen. Bild: Hunziker AG Thalwil
Anpassungen. Auch wenn der Mensch im Grunde immer gleich bleibt, entwickelt er sich doch in vielem weiter. Um nachkommende Personen in die neuen Erkenntnisse einführen zu können, müssen sich somit auch die Ausbildungstätten den neuen Gegebenheiten stetig anpassen.
Mit sich ändernden gesellschaftlichen Anforderungen wandeln sich auch immer diejenigen an Schulen. Das Anpassen von Lehr- und Lernmethoden verläuft mittlerweile ohne besondere Schwierigkeiten, wie beispielsweise der Fernunterricht bei der Pandemie. Durch die heutigen Sozial- und Arbeitsstrukturen ist es sehr oft nicht mehr möglich, dass ein Elternteil zu Hause bleibt und sich tagsüber um die Kinder kümmern kann. Es braucht entsprechende Lösungen, wobei auch die Schulen gefordert sind.
Mit dem geltenden Lehrplan 21 wurde einiges eingeführt, was auch Auswirkungen auf die Infrastruktur hat. Der Unterricht wurde flexibler gestaltet und erlaubt ein zeitgemässeres Lernen. Geplant waren zudem Lösungen bezüglich eines verbindlich vorhandenen Mittagstisches und Tagesstruk- turen, mit denen die Schüler auch nach dem Unterricht sinnvoll und gut betreut sind. Obwohl sich diese zwei Punkte nicht gesamtschweizerisch durchsetzen konnten, wurden sie doch in einigen Schulgemeinden eingeführt. Neben variierenden Schülerzahlen bringen solche Vorgaben die räumlichen Möglichkeiten einer Schule aber schnell an ein Limit.
Die Leiterin für Kommunikation bei der Blumer-Lehmann AG in Gossau SG sagt bezüglich baulicher Lösungen auch für Mittagstisch und Tagesstrukturen: «Diese Entwicklung zu flexibel nutzbaren Schulräumlichkeiten ist schon seit einiger Zeit feststellbar. Zu Clusterschulen, mit grossen Räumlichkeiten, die variabel eingerichtet werden können und viel Durchlässigkeit erlauben, kamen auch bei uns Nachfragen, und wir haben an ersten Standorten schon Umsetzungen in diesem Stil realisiert.»
Die Blumer-Lehmann AG hat speziell für Bildungseinrichtungen eine Schule im Holzmodulbau entwickelt. Damit können Gemeinden und Schulgemeinden eine entstandene Platznot als temporäre Überbrückung oder auch dauerhaft schnell lösen. Die Module werden in einem gut transportierbaren Format in der eigenen Werkhalle vorgefertigt und weitestgehend fertiggestellt. Das erlaubt neben einer äusserst schlanken Planung beispielsweise einen Aufbau während der Schulferien. Dadurch wird der laufende Schulbetrieb erst gar nicht gestört. Und die Module lassen sich für maximal dreigeschossige Bauten einsetzen. Mit drei Modulen kann beispielsweise ein Schulzimmer für 24 Schüler entstehen, und es gibt Module als Lehrerraum, als Treppenhaus, Technikraum oder verschiedene Nasszellen sowie Korridore.
Die schon fast serielle Vorfertigung der standardisierten Module geschieht aufgrund einer umfassenden digitalen Planung auch im BIM. Damit ist auch klar, dass alle Unternehmen, die bei Projekten im BIM-Prozess am Projekt beteiligt sind, am gleichen 3D-Modell zusammenarbeiten und sich regelmässig austauschen.
Beteiligte Schreiner fertigen ihre ergänzenden Elemente in ihrer Werkstatt und kommen für den finalen Einbau dann in die Werkhalle der Blumer-Lehmann AG.
Bei einem fortlaufenden Projekt mit Schulpavillons, die in der ganzen Stadt Zürich verteilt sind, ist die Hunziker AG Thalwil beteiligt. Sie liefert die Schränke und die Wandtafeln. Die Firma in Thalwil ZH ist der einzige Wandtafelhersteller für Bildungseinrichtungen in der Schweiz, hat zudem eine Innenausbauabteilung und bietet als Handelsprodukte alle heute notwendigen Schulmöbel an. Letztere haben sich insoweit verändert, dass sie immer flexibleren Anforderungen genügen müssen. Damit lassen sich dann die Unterrichts- wie auch die Lernzonen oder eben auch ein Bereich für den Mittagstisch besonders bestücken und auch wieder umnutzen.
Bei den Wandtafeln fühlt man sich gleich wieder in die eigene Schulzeit zurückversetzt, so vertraut wirken alle Elemente und die Mechanik. Tatsächlich sind die linierten oder unlinierten Schreibflächen in grüner oder blauer Farbe mittlerweile aus Metall und magnettauglich. Die Tafeln werden aber als Leichtbauplatten hergestellt, um das Gewicht tief zu halten.
Ein zeitgemässer Unterricht verlangt nach interaktiven Präsentationsmöglichkeiten. Es gibt daher Buchwandtafeln – mit wie Buchseiten umschlagbaren Blättern –, die einen White-Board-Bereich haben. Wird darüber ein mit der Tafel verbundener, interaktiver Ultrakurzbeamer oder Laserprojektor montiert, sind vor allem in grossen Räumen Präsentationen möglich. Statt mit einem Hellraumprojektor nimmt eine Dokumentenkamera die Vorlage auf und überträgt das Bild auf den Projektor. Alternativ gibt es auch interaktive Displays von bis zu 98 Zoll Bildschirmdiagonale.
«Im Verhältnis zu früher werden heute etwa 80% digitale Wandtafeln und Hilfsmittel verkauft und montiert», sagt Sabrina Küng, die Marketingverantwortliche der Firma Hunziker AG in Thalwil ZH. Damit sind die Möglichkeiten bei der Vermitt- lung von Wissen enorm vielseitiger, als sie es noch vor 15 Jahren waren.
www.lehmann-gruppe.chwww.hunziker-thalwil.chVeröffentlichung: 18. August 2022 / Ausgabe 33/2022
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