Renaissance eines Klassikers

Lifestyle: Lärche natur. Bild: Graf Parkett

PaidPost. Derzeit erlebt das Holzpflaster eine Renaissance. Das Stirnholzparkett aus Massivholzklötzen weisst mit seinen vertikal verlaufenden Jahrringen ein unvergleichliches Bild auf.

Die moderne Architektur entdeckt mit dem Holzpflaster einen Klassiker der Baugeschichte wieder. Auch bekannt unter den Bezeichnungen Hirnholzparkett sowie Stirnholzparkett, zeichnet das aus Massivholzklötzen zusammengesetzte Parkett durch seine vertikal verlaufenden und damit markant sichtbaren Jahrringe ein unvergleichliches Bild.

Holzpflaster für die Hauseinfahrt

Erwiesen ist die Verwendung von Holzpflaster in witterungsgeschützten Hauseinfahrten bereits ab dem Jahr 1850. Grund für die Verwendung des Hirnholzparketts war die Verminderung der Geräuschemissionen, wenn Pferdehufe und eisenbereifte Holzräder die Hausdurchfahrt passierten. Geschätzter Nebeneffekt war zudem die geringere Belastung des unter der Durchfahrt liegenden Kellergewölbes. Tanne, Lärche, Kiefer und Eiche wurden bereits dazumal eingesetzt. In Aussenräumen aufgrund des natürlichen Quellverhaltens nur bedingt geeignet, überzeugt Stirnholzparkett im Innenraum mit seiner robusten und optisch einzigartigen Erscheinung. Durch die senkrecht stehenden Holzfasern ist der Bodenbelag widerstandsfähiger und besser gegen Eindrücke und Abnutzung geschützt. So verwundert es nicht, dass Holzpflaster in der Vergangenheit mit Vorliebe in Räumen mit hoher Belastung zur Anwendung gelangte.

Hirnholzparkett in aktuellen Bauten

Hinsichtlich Fussbodenaufbau, Abmessungen und Oberflächenbehandlung werden nach DIN 68702 folgende Qualitäten des Holzpflasters unterschieden:

  • Holzpflaster GE für den gewerblichen Bereich
  • Holzpflaster WE für Werkräume ohne grosse Klimaschwankungen und ohne Fahrzeugverkehr
  • Holzpflaster RE für Innenräume und den Wohnbereich.


Unter der Bezeichnung Nova Collante Tagliato bietet Graf Parkett Holzpflaster RE in insgesamt neun Varianten in den Dimensionen 44-68 x 65-88 x 15/18mm, den Holzarten Lärche, Fichte, Kiefer und Eiche sowie in drei unterschiedlichen Oberflächenbearbeitungen an. Das Hirnholzparkett muss in roher Ausführung bauseits vollflächig geschliffen werden. Die gebürsteten und gealterten Varianten sind rundum mit einer natürlichen Fase versehen und bedürfen lediglich einer bauseitigen Endbehandlung mit Öl.

Fachkundige Verlegung

Holzpflaster sollte nur von erfahrenen Fachleuten verlegt werden, die sich mit dem Schwind- und Quellverhalten des natürlichen Werkstoffes bestens auskennen. Die Fachleute von Graf Parkett im Zürcher Oberland empfehlen die manuelle Dehnung der mit Klebeband zum Verbund vereinten Massivholzklötze und damit die bewusste Verlegung des Holzpflasters mit einer Mikrofuge von Beginn an. Der Wandabstand des Hirnholzparketts sollte zudem die Hälfte der verwendeten Produktstärke nicht unterschreiten.

Besonders wichtig ist es, darauf zu achten, dass der Parkett auf einen Untergrund mit erhöhter Festigkeit nach SIA 251:2008 zu liegen kommt. Ist diese Voraussetzung örtlich nicht gegeben, schafft eine Entkoppelungsmatte zwischen Untergrund und Holzpflaster sowie die Verwendung eines PU-Klebers Abhilfe. Holzpflaster wird generell mit einer Holzfeuchte um die 9-10% geliefert, wobei die Lieferanten objektspezifische Anforderungen mit der gelieferten Holzfeuchtigkeit berücksichtigen.

Durch den Aufschwung von Parkettböden als entscheidendes Gestaltungselement in der Innenarchitektur erlebt Hirnholzparkett derzeit eine Wiederbelebung und punktet bei Planern und privaten Bauherren mit seiner baulichen und optischen Einzigartigkeit.

www.grafparkett.ch

Graf Parkett
Felseneggstrasse 1
8492 Wila
Tel. 052 397 20 50
info[at]grafparkett[dot]ch

Veröffentlichung: 05. Februar 2019

Artikel zum Thema

23. Januar 2025

Kosmetische Oberflächenbehandlung

Reparatur.  Beschädigungen und Kratzer sind schnell entstanden und ruinieren nicht selten eine ansonsten makellose Oberfläche. Bei fest verbauten Bauteilen ist ein Ersatz oftmals teuer, aufwendig oder schlicht nicht möglich. Eine Alternative kann ein baukosmetischer Eingriff sein.

mehr
23. Januar 2025

Profile für funktionale Übergänge

Bodenprofile.  Übergänge zu anderen Bodenbelägen oder unter Parkettfeldern selbst stellen hohe Anforderungen an die Optik und technische Umsetzung. Um Schäden zu vermeiden, muss von der Planung über die Vorbereitung bis hin zur Montage einiges beachtet werden.

mehr

weitere Artikel zum Thema:

Bodenbeläge