Raum für Schweizer Design


Neuheiten zeigte das Label IGN mit dem imposanten Tisch «Anvil» und dem Möbel mit Schiebefront «Side». Bild: Christian Härtel
Neuheiten zeigte das Label IGN mit dem imposanten Tisch «Anvil» und dem Möbel mit Schiebefront «Side». Bild: Christian Härtel
Neue Räume 24. Die zwölfte Ausgabe der Interior-Ausstellung «Neue Räume» lief Ende vergangener Woche in der alten ABB-Halle in Zürich Oerlikon. Rund 100 Aussteller zeigten neue Entwürfe und bewährte Ideen für eine designinteressierte Kundschaft und die Fachwelt gleichermassen.
Rund 6000 m2 Fläche stehen den Designlabels in der alten Industriehalle alle zwei Jahre zur Verfügung. Seit 2001 hat sich die «Neue Räume» etabliert und lockt neben Schweizer Design regelmässig auch Marken aus dem Ausland nach Oerlikon. «Rund drei Viertel der Aussteller sind wiederholt anwesend, etwa ein Viertel ist zum ersten Mal mit dabei», erklärt Stefan Zwicky, Kurator von «Neue Räume» aus Zürich.
Ein besonderer Umstand der Ausstellung ist das gemischte Publikum. Als Branchen-event vereint «Neue Räume» die Gruppe des Fachpublikums mit der designinteressierten Kundschaft. «Für uns ist das eine ganz neue Erfahrung, weil wir sonst mit den Konsumenten kaum in Kontakt kommen. Ich bin gespannt, was die Besucherinnen und Besucher sagen werden», zeigte sich Timotheus Günak, junger und neuer CEO des deutschen Designmöbelproduzenten Classicon, offen.
Der Schweizer Fachhandel für Desingmöbel präsentierte sich wiederum im Eingangsbereich mit Informationsmaterial und einer Lounge.
Zum zweiten Mal konnte sich die Bündner Gruppe Mobiglias im Rahmen einer Sonderschau präsentieren. Dem Verein aus Graubünden gehören auch mehrere Schreinereien an. Insgesamt sind es rund zwei Dutzend Unternehmen, die die Fahne mit dem regionalen Bezug hoch halten. Bei den Möblern sind es neben dem Holz der Arve vor allem die handwerkliche Qualität und die typische schlichte Ausführung der Möbel, die von den Ausstellenden gelebt werden und immer ein Hingucker sind.
Ort für Neuheiten
Selbstredend nutzt mancher Aussteller die Gelegenheit, seine neuen Produkte einem breiteren Publikum zu zeigen. Neuheiten sind das Salz einer jeden Messe.
Auch das Label IGN, das mittlerweile zur Schreinerei Vogel Design AG in Ruswil LU gehört, nutzte die Gelegenheit, die jüngsten Entwürfe wie den Tisch «Anvil» zu zeigen. Die edle, gerundete Massivholzplatte wird von einem zentralen und schweren Standfuss getragen. Auch das Möbel «Side» wird von Stahl getragen, allerdings in filigraner Ausführung. Besonderheit ist die Schiebefront aus PET-Recycling-Material, das ohne Beschläge auskommt. Das Schiebeelement läuft stehend in einer Nut.
Veröffentlichung: 03. Oktober 2024 / Ausgabe 40/2024
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