Klassiker in neuen, alten Farben


Der langlebige Klassiker erscheint in neuen Farben nach Originalfarbkarten der 30er Jahre. Bild: Embru
Der langlebige Klassiker erscheint in neuen Farben nach Originalfarbkarten der 30er Jahre. Bild: Embru
Design. Vor hundert Jahren wurde das Bauhaus gegründet. Der Möbelhersteller Embru feiert dieses Jubiläum und legt den Hassenpflug Stuhl in drei neuen Farben auf, nach den Farbkarten der 1930er Jahre.
1919 gründete der Architekt Walter Gropius das Staatliche Bauhaus in Weimar (D) und legte damit den Grundstein für einen neuen Stil. Hundert Jahre später hallen die am Bauhaus geborenen, revolutionären Ideen ungebrochen nach. Beim Möbelhersteller Embru im Zürcher Oberland entstanden in den 30er Jahren diverse Möbel aus der Feder von Bauhäuslern, darunter auch der Hassenpflug-Stuhl. Dieser Klassiker wird nun in drei «neuen» Farben herausgegeben.
Der 1934 von Hassenpflug entwickelte Stuhl ist ein extrem strapazierfähiger und robuster Stapelstuhl, der nicht umsonst die Jahrzehnte überdauert hat. Er nimmt auch heute noch einen wichtigen Platz im Sortiment von Embru ein. Im Bauhaus Jubiläumsjahr legt der Möbelhersteller den Stuhl in drei neuen Farben nach den Originalfarbkarten der 1930er Jahre auf. Das Stahlrohrgestell sowie die Eichenholzteile für Sitz und Rücken gibt es neu in den Farben Schwarzrot, Flaschengrün und Sandgrau. Für Saalbestuhlungen gibt es optional eine klappbare Reihenverbindung, welche bei Nichtgebrauch unsichtbar unter dem Stuhl verschwindet. Als weitere Option ist der Designklassiker neu auch mit Sitzpolster erhältlich.
Der Berliner Architekt und Bauhaus Schüler Gustav Hassenpflug kam 1934 auf Vermittlung von Marcel Breuer und dem Wohnbedarf Mitbegründer Siegfried Giedion als technischer Leiter zu Embru. Die Werkstatt im zürcherischen Rüti war damals ein Partner für die Entwicklung und die Produktion von Wohnbedarf. Für ein halbes Jahr leistete der gelernte Schreiner Hassenpflug im Zürcher Oberland einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Schul- und Gartenmöbel Programms, bevor er zurück nach Berlin ging.
ids
Veröffentlichung: 05. März 2019
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