Hobelt der Schreiner in Zukunft digital?


Bildlich dargestellt: die Digitalisierungsstrategie in der Schreinerbranche. Visualisierung: Berner Fachhochschule
Bildlich dargestellt: die Digitalisierungsstrategie in der Schreinerbranche. Visualisierung: Berner Fachhochschule
Interview. Die digitale Transformation fordert Unternehmen heraus. Die Experten Dominique Studerus und Bramwell Kaltenrieder erklären, was Digitalisierung für die Schreiner- und Innenausbaubranche bedeutet und wie Unternehmen mit Wandel umgehen können.
Dominique Studerus ist gelernter Schreiner (Fachrichtung Bau) und arbeitete in verschiedenen Unternehmen in leitenden Funktionen. Heute ist er bei der Obrist Interior AG als operativer Leiter und Mitglied der Geschäftsleitung tätig. In dieser Funktion hat er die digitale Transformation im Unternehmen eingeleitet. Studerus hat sich zum Betriebs- techniker TS weitergebildet und einen Executive Master Business Administration FH im Bereich Strategisches Management erworben. Er leitet das Seminar Digitalisierungsstrategie der Berner Fachhochschule.
Bramwell Kaltenrieder ist Professor für Digital Business, Entrepreneurship und Innovation und arbeitet an der Berner Fachhochschule. Daneben berät er als Gründer der Exploit Management Advisory GmbH Unternehmen im Bereich der digitalen Transformation. Kaltenrieder studierte an der BFH Informatik und bildete sich in Betriebswirtschaftslehre, Unternehmensführung, Kommunikation und Innovations-Management weiter. Er ist einer der Dozenten im Seminar Digitalisierungsstrategie.
Digitalisierung steht im engeren Sinn für die Erstellung einer digitalen Repräsentation physischer Objekte, wie wir sie zum Beispiel aus der Musikindustrie kennen: Aus der Schallplatte wird eine CD. Im weiteren Sinn steht der Begriff auch für die IT-Unterstützung von Prozessen. Beispiel: das Ab- lösen papierbasierter Formulare und Abläufe.
Die digitale Transformation umfasst die Kombination von Veränderungen in Strategie, Geschäftsmodell, Organisation, Prozessen und Kultur in Unternehmen durch Einsatz digitaler Technologien mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
Industrie 4.0 kann man als Teilbereich der digitalen Transformation verstehen, sie umfasst die spezifischen digitalen Potenziale in der industriellen Fertigung. Mit der vollständigen Vernetzung moderner Technologien können Fertigungssysteme zu sogenannten cyberphysischen Systemen zusammengefasst und optimiert werden. Eines der Ziele, die man mit Industrie 4.0 verfolgt, ist höchste Effizienz auch bei kleinen Stückzahlen. Oft wandeln sich Unternehmen in diesem Zusammenhang von Produktions- zu Dienstleistungsbetrieben.
Veröffentlichung: 08. November 2018 / Ausgabe 45/2018
Mobiles Büro. Schreiner müssen vor Ort beim Kunden sein. Gleichzeitig Planung, Design sowie die betriebswirtschaftliche Organisation und Abwicklung erledigen. Mobile Anwendungen machen diesen Spagat möglich.
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mehrPaidPost. Die Softwareanbieterin Horst Klaes GmbH ist spezialisiert auf die Bauelemente-Branche und bietet auch Lösungen für die Sicherung der Daten, den Schutz vor Cyber-Kriminellen, die sichere E-Mail-Archivierung und vieles mehr. Sie ist Partnerin bei wichtigen Fragen der Digitalisierung.
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