Glas Trösch verlagert Produktion


Die Glas Trösch Gruppe reagiert auf ein stark verändertes Marktumfeld. Bild: Glas Trösch Holding AG
Die Glas Trösch Gruppe reagiert auf ein stark verändertes Marktumfeld. Bild: Glas Trösch Holding AG
Glasverarbeitung. Die Glas Trösch Holding AG plant eine Verlagerung seiner Produktionsstätten. Die Isolierglasproduktion in Bolligen bei Bern soll geschlossen werden. Es stehen 25 Arbeitsplätze auf dem Spiel.
Die international tätige Glas Trösch Gruppe plant ihre Glasverarbeitung im Mittelland neu zu strukturieren. Für eine optimale Kapazitätsauslastung soll die Produktion von Bolligen BE auf die hoch automatisierten und grossen Verarbeitungsbetriebe in Bützberg BE und Oberkulm AG konzentriert werden, teilte das Unternehmen in einer Mitteilung mit.
Von der Verlagerung wären 37 Personen der Isolierglasproduktion betroffen, wovon zwölf Mitarbeitende weiter beschäftigt würden. Die Umstruckturierung ist noch nicht in Stein gemeisselt. Es ist ein Kunsultationsverfahren vorgesehen, während dessen die Belegschaft Vorschläge machen kann, wie Kündigungen vermieden werden können. Das Verkaufsbüro in Bolligen soll weiterhin bestehen bleiben, um die Nähe zu den Kunden weiterhin gewährleisten zu können.
Die Unternehmensleitung verspricht in der Verlautbarung, sich «dafür einzusetzen, dass die Folgen der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst gemildert werden können». Sie bedauere sehr, «dass die Verlagerung zu Entlassungen führen könnte».
In Bolligen werden Isoliergläser für den Fenster- und Fassadenbau produziert. Aktuell durchläuft die Fensterbau- und Flachglasbranche einen strukturellen Wandel. Fensterbauer in der Schweiz geben ihre Produktion auf. Verarbeitete Gläser und komplett verglaste Fenster werden aus den Nachbarländern und insbesondere aus Osteuropa zu tiefen Preisen angeboten. Der Importdruck wird stärker. Zudem ist der Fenstermarkt immer weniger ein lokaler Markt. Der damit verbundene starke Preis- und Kostendruck stellt die Glasbranche vor grosse Herausforderungen.
Als Reaktion auf den starken Importdruck müsse die gesamte Produktion für die Isolierglasfertigung weiter automatisiert und digitalisiert werden, schreibt das Unternehmen weiter. Dies bedinge grössere Produktionsflächen und teure Investitionen. Damit gewinnbringend produziert werden könne, müssen die Anlagen grössere Mengen herstellen und gut ausgelastet werden.
sz
Veröffentlichung: 16. November 2018
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