Freiheit bei der Verklebung

Ein Beispiel im Akustikbereich: Multiplex zwischen zwei Lagen Kunst-stoff, einseitig belegt mit Kork und Filz. Bild: Christian Härtel

Bei Plattenmaterialien gilt bei der Wettstein AG in Riedt TG der Grundsatz: Geht nicht, gibts nicht. Mit dem Einsatz von PU-Hotmelt hat das Unternehmen die Flächenverklebung um viele Möglichkeiten, wie auch den asymmetrischen Plattenaufbau, erweitert. Kombiniert werden unterschiedlichste Materialien wie Holzwerkstoffe, Furnier, Kunstharz, Linoleum, Metall oder Kork und Textilien. Auf der Flächenverleimanlage sind Plattenbreiten bis zu 1540 mm möglich. Die Verklebung erfolgt im Durchlaufverfahren, wobei der Klebstoff durch ein Vorschmelzgerät auf 100 °C erwärmt wird. PU-Hotmelt benötigt Hitze, um flüssig zu werden, enthält aber im Gegenzug praktisch kein Wasser, wodurch sich der eigentliche Vorteil dieser Verklebung ergibt: Da kaum Feuchtigkeit in die zu verleimenden Materialien gelangt, ist – entgegen dem Schreinerlehrbuch – eine einseitige Belegung des Trägermaterials ohne Verformung möglich. Auch Leimdurchschlag lässt sich dank der Beschaffenheit des Klebstoffes vermeiden.

www.wettstein.ch

mh

Veröffentlichung: 06. Mai 2021 / Ausgabe 19/2021

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