Die Digitalisierung nutzen


Der Schweizer Poetry Slam Meister von 2018, Kilian Ziegler führt durch die Konferenz. Bild: Noah J. Gautschi
Der Schweizer Poetry Slam Meister von 2018, Kilian Ziegler führt durch die Konferenz. Bild: Noah J. Gautschi
Digital. An der dritten Konferenz «Holz 4.0» der Berner Fachhochschule in Biel, drehte sich alles um das veränderte Kundenverhalten durch die Digitalisierung. Neben den Auswirkungen auf unser Verhalten und möglichen Zukunftsszenarien, gab es auch spannende Praxisbeispiele
Bei der dritten Konferenz «Holz 4.0» der Berner Fachhochschule ging es um die Auswirkungen der digitalen Transformation auf die Holzbranche. Der Fokus lag auf dem veränderten Kundenverhalten, das die Digitalisierung mit sich zieht.
120 Teilnehmer aus unterschiedlichen Bereichen der Holzwirtschaft besuchten die Konferenz am 27. Juni in Biel und bekamen in den neun Vorträgen spannende Praxisbeispiele und Tipps mit auf den Weg.
Mit der Anmerkung: «Vor 20 Jahren war es irgendwie merkwürdig, wenn du einen Freund markiert hast», brachte der Schweizer Poetry Slam Meister von 2018, Kilian Ziegler, den gesellschaftlichen Wandel auf den Punkt. Dieser ist nämlich schon im vollen Gange und hat uns schon in sehr vielen Bereichen beeinflusst. Stefan Breit, Forscher beim Gottlieb Duttweiler Institut für Wirtschaft und Gesellschaft zeigte in seinem Referat, wie wir in Zukunft unsere Sinne mittels technologischer Komponenten erweitern könnten. Breit zeigte aber auch wie und im Gegensatz das Smartphone Aufmerksamkeit stiehlt.
Der Unternehmensentwickler Jürg Willi, forderte die Anwesenden auf, sich mit der Materie auseinander zu setzen. Denn als Schweizer KMU, bringe man die zentralen Punkte Kundenkenntnisse, Agilität und Qualität bereits mit. Bei so trendigen Themen, wie der Digitalisierung müsse man sich jedoch vor Blendern in Acht nehmen, die einem mittels Schlagworte oder Erfolgs-Listen wahre Wunder versprechen.
Passend dazu gab Rolf Baumann, Leiter Institut für digitale Bau- und Holzwirtschaft einen Einblick in den aktuellen Stand der «Initiative Wald & Holz 4.0». Diese befindet sich Momentan vor dem dritten Workshop und wird voraussichtlich am 24. Juni 2020 abgeschlossen werden. Die daraus entstehenden Instrumente, können Unternehmen anschliessend zur Umsetzung im eigenen Betrieb nutzen.
Am Nachmittag zeigte Marcel Schaniel, Digitalverantwortlicher bei Möbel Pfister, was der Möbelhändler unter Digitalisierung versteht und wie Kunden in Zukunft per Augmented Reality ihre Wohnung einrichten. Andreas Manger, Unternehmensleiter bei der Roser AG zeigte eindrücklich die Auswirkungen des Webshops auf das Unternehmen. So ist beispielsweise das Produkt «Furnier Express» aus den neu geschaffenen Bedürfnissen und Kundenrückmeldungen entstanden. Und auch Serge Eggler, Startup-Projektleiter beim Schrank-Konfigurator «Ecoleo» der Fust AG, konnte von neu generierten Folgeaufträgen durch die digitale Plattform berichten.
Zum Schluss brachte es der Poetry-Slammer Kilian Ziegler wieder gekonnt auf den Punkt: Holz ohne Digitalisierung ist wie ein Kind, das draussen schläft – Es liegt nicht drinnen. njg
Für Interessierte, die sich ein genaueres Bild über die Möglichkeiten der Digitalisierung machen möchten, bietet die Berner Fachhochschule am 4./5. und 25./26. September in Biel ein viertägiges Seminar an.
Veröffentlichung: 28. Juni 2019
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