Die Architektenküche feiert


Der Präsident des Verwaltungsrates Max Müller blickt auf die Firmengeschichte von Forster zurück. Im Hintergrund eine Fotografie aus den Jahren um 1900, der die Auslieferung von Waschhäfen zeigt. Bild: Stefan Hilzinger
Der Präsident des Verwaltungsrates Max Müller blickt auf die Firmengeschichte von Forster zurück. Im Hintergrund eine Fotografie aus den Jahren um 1900, der die Auslieferung von Waschhäfen zeigt. Bild: Stefan Hilzinger
Firmenjubiläum. Vor 150 Jahren gründete Franz-Josef Forster in Arbon TG eine Kupferschmiede. Daraus entstand in den folgenden Jahrzehnten ein Weltkonzern. Die 2017 gegründete Forster Swiss-Home AG rettete die Herstellung von Stahlküchen nach turbulenten Jahren in die Gegenwart.
Es ist eine Seltenheit, dass eine Firma ihren 150. Geburtstag feiern kann. Am vergangenen Donnerstag war es in Arbon TG am Bodensee soweit. Die Firma Forster feierte Jubiläum, wozu die heutigen Eigentümer und die Geschäftsleitung um Verwaltungsratspräsident Max Müller und CEO Ipek Demirtas geladen hatten. Mehrere hundert Gäste folgten der Einladung.
Doch was genau wurde eigentlich gefeiert? Möglicherweise auch den Fakt, dass es die Firma, die seit 60 Jahren modulare Einbauküchen aus Stahl herstellt, überhaupt noch gibt. Denn obwohl die Küchen, die gerne als «Architektenküchen» bezeichnet werden, als langlebig und nahezu wartungsfrei gelten, waren die letzten Jahren der Firmengeschichte durchaus turbulent und unsicher.
Doch die Geschichte, die im Jahr 1874 ihren Anfang nimmt, ist eindrücklich: Franz-Josef Forster gründete eine Spenglerei samt Installationsbetrieb. Die Kupferdächer der Kirchtürme von Arbon und Romanshorn zeugen noch heute von der Arbeit des Pioniers, wie an der Feier zu erfahren war. Schon 1890 kam die Herstellung von ersten Küchengeräten dazu, namentlich kupfernen Waschhäfen. Unter Sohn Herrmann Forster entstand schrittweise die Arbonia-Forster-Gruppe (AFG, heute Arbonia), die ein breites Portolio an Produkten für den Bausektor herstellt, von Türen, Fenstern und Kühlschränken bis hin zu Klimatechnik und eben Küchen.
Doch 2014 veräusserte AFG die Küchensparte, wozu auch Piatti gehörte, an den Grosshersteller Alno in Deutschland, der jedoch 2017 in Turbulenzen geriet und insolvent wurde. Im gleichen Jahr übernahmen Investoren um Max Müller und Ipek Demirtas Forster Küchen und gründeten die Forster Swiss Home als Nachfolgefirma. Das Wissen um die Tradition, langjährige, treue Mitarbeitende, der Glaube an die Qualität des Produktes und verlässliche Partner, seien die Basis, um die Firmengeschichte erfolgreich weiterzuschreiben, sagte CEO Demirtas an der Jubiläumsfeier in der eindrücklichen Shed-Halle.
Stefan Hilzinger
Veröffentlichung: 13. September 2024
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