Bühne frei für prägende Alltagsobjekte


Der Tessiner Fotograf Nicolas Polli hat für die Swiss Design Collection Möbel aus der Sammlung szenisch inszeniert. Bild: Nicolas Polli
Der Tessiner Fotograf Nicolas Polli hat für die Swiss Design Collection Möbel aus der Sammlung szenisch inszeniert. Bild: Nicolas Polli
150-Jahr-Jubiläum feiert das Museum für Gestaltung in Zürich heuer. Aus diesem Anlass erhält die Swiss Design Collection eine neue Dauerausstellung bestehend aus vier Themenbereichen. Rund 2500 Objekte aus der umfangreichen internationalen Designsammlung werden zu sehen sein. Neu ist ein Teil des Archivs begehbar, wo insbesondere die eindrückliche Möbelkollektion ins Licht gerückt wird. Immer mehr Objekte sollen künftig auch online zu entdecken sein, so die Kuratorin Renate Menzi. Im Themenbereich High- lights werden bedeutende Klassiker gezeigt, von bekannten Designern wie Max Bill, Susi und Ueli Berger, Klaus Vogt und Jacob Müller und zusätzlich neue Arbeiten aus Zürich. Auch Highlights aus den Bereichen Plakat, Grafik, und Alltagsprodukte, die prägend für die Schweizer Alltagskultur waren, finden hier ihren Platz. Ziel sei es, alle Bereiche der Sammlung bestmöglich abzubilden, so Menzi. Ein modulares Möbelkonzept ermöglicht wechselnde Präsentationen. Im Forum der Ausstellung dreht sich alles um den Blick von aussen auf die Sammlung. Auf raumhohen Regalen, die wie Raumteiler funktionieren, wird zum Beispiel der zwei Meter hohe «Fächermann» (Bild rechts) von Susi und Ueli Berger zu stehen kommen. Ausgewählte Beiträge, wie etwa ein Sammlerkommentar, eröffnen neue Perspektiven auf das Möbel. Der Bereich Vermittlung lädt mit einer Papierwerkstatt zum Mitgestalten ein. Ein neu entwickelter digitaler Guide vermittelt Hintergrundwissen, so etwa ein Gespräch mit dem Leiter der hauseigenen Schreinerei über den Aufbau. Bestandteile des Konzepts sind Partizipation, Interaktion und Vertiefung für alle Altersgruppen. Bedürfnisse wie Barrierefreiheit wurden dafür ebenso berücksichtigt wie die Wünsche von Schülern an ein junges Museum. Keine leichte Aufgabe war es demzufolge für das Büro ZMIK aus Basel gewesen, eine Szenografie zu entwickeln, die den verschiedenen Bedürfnissen weitmöglichst Rechnung trägt. Eröffnet wird die Dauerausstellung mit der Vernissage am Donnerstag, 10. April, ab 19 Uhr.
www.museum-gestaltung.chVeröffentlichung: 03. April 2025 / Ausgabe 14/2025
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