Packende Maschinen


Die Schreiner prüfen Teile, zugeschnitten von einer Nesting-Maschine. Bild: mf
Die Schreiner prüfen Teile, zugeschnitten von einer Nesting-Maschine. Bild: mf
Maschinen. Rund 50 Schweizer Schreinerinnen und Schreiner sind diese Woche einer Einladung von Biesse Schweiz gefolgt, haben ihre Koffer gepackt und sind für eine Werksbesichtigung an den Konzernsitz im italienischen Pesaro gereist.
Als gestern Nachmittag die Biesse-Techniker in der Ausstellungshalle des Werks in Pesaro (I) die Maschinen dröhnen liessen, da standen die Schreinerinnen und Schreiner dicht an dicht, um den Bewegungen der Bohrköpfe, Sägeblätter und Fräsen möglichst gut folgen zu können. Verwunderlich war das nicht, denn Rover A, B, K – und wie sie alle heissen – vollbrachten gerade Erstaunliches. Zum Beispiel frästen sie in kürzester Zeit aus einem Holzblock einen filigran geschwungenen Becher, oder sie modellierten aus einem Würfel eine Weltkugel mit den fein eingeritzten Umrissen von «Bella Italia» und dem Biesse-Logo drauf.
Natürlich, es war so etwas wie eine Leistungsschau, das Biesse bot. Man wollte ja die Schreinerinnen und Schreiner, alles aktuelle oder potentielle Kunden, von den eigenen Fähigkeiten überzeugen. Mit Sicherheit schafften es die Italiener, bei den Schweizer Gästen eine Mischung aus Staunen und Faszination hervorzurufen. «Was inzwischen alles möglich ist», sagte nicht einer oder zwei Schreiner, das sagten einige, als sie nach den Vorführungen von den Maschinen weggingen.
Der rund zweistündigen Show ging eine spannende Führung durch die Produktionshallen von Biesse voraus. Die Gäste konnten die Entstehung der Holzbearbeitungsmaschinen von der Vorbereitung der Ständer bis zum Verlad der fertigen Maschinen miterleben.
Ungefähr 20 Maschinen verlassen das Werk täglich, im Schnitt sieben davon sind CNC-Bearbeitungszentren der verschiedenen Typen, fünf Kantenanleimmaschinen, hinzu kommen automatische Lager, Bohrmaschinen und weitere. Biesse beschäftigt rund 2000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Pesaro, einer mittelgrossen Stadt an der Adriaküste, die hauptsächlich von Industrie und Tourismus lebt. Weltweit arbeiten 4200 Personen für Biesse, sie erwirtschaften jährlich mehr als 690 Millionen Euro.
Unter dem Namen Tech Tour führt Biesse Schweiz regelmässig solche mehrtägigen Reisen an den Firmensitz in Italien durch. Geboten wird ein unterhaltendes Rahmenprogramm, Reise, Verpflegung und Logis werden von Biesse übernommen.
Nach drei ereignisreichen Tagen befindet sich die Schweizer Reisegruppe inzwischen wieder auf dem Heimweg.
mf
Veröffentlichung: 09. Juni 2018
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