Damit gekehlt statt gefräst wird


Bild: Otto Martin Maschinenbau
Bild: Otto Martin Maschinenbau
Standardmaschinen. Viele Bearbeitungen in einer Schreinerei lassen sich mit einer Kehlmaschine schnell und exakt ausführen. Worauf man beim Kauf ein Augenmerk legen sollte und welche Maschinen es am Schweizer Markt gibt, zeigt die folgende Übersicht.
In manch einer Schreinerei fristet die Kehlmaschine – oder Fräsmaschine, wie sie in Deutschland genannt wird – ein trostloses Dasein. Schuld daran ist der technische Fortschritt, viele Bearbeitungen werden heute auf CNC-Bearbeitungszentren (BAZ) ausgeführt – oder eben gefräst, wie man hierzulande sagt. Es lässt sich darüber streiten, ob dies in jedem Fall Sinn macht. Tatsache ist, dass die Kehlmaschine in den meisten Schreinereien nach wie vor ihre Berechtigung hat.
«Umso wichtiger ist es, dass die Kehlmaschine einfach zu bedienen ist», sagt Giovanni de Lorenzo, Fachmann für Maschinen und Fertigungstechnik bei der Ruepp & Partner AG in Rotkreuz ZG. Denn ansonsten sei die Versuchung gross, statt der Kehlmaschine einfach das BAZ zu benutzen.So sollte bei einer neuen Maschine kein Riemenwechsel mehr nötig sein. Noch besser ist es, wenn sie mit einer stufenlosen Drehzahlregelung ausgerüstet ist, da der Schreiner heute mit vielen verschiedenen Werkstoffen arbeitet, die unterschiedliche Schnittgeschwindigkeiten erfordern.
Die Liste der Optionen für manche Kehlmaschinenmodelle braucht sich denn auch nicht vor jenen der Autohersteller zu verstecken: Zahlreiche Extras erlauben es dem Schreiner, die Maschine genau für seine Bedürfnisse zu konfigurieren. «Hier lohnt es sich, genau zu überlegen, welches Zubehör man wirklich benötigt und was man eventuell später noch dazukaufen kann», sagt Giovanni de Lorenzo.Bei der Grundkonfiguration muss man sich aber schon zu Beginn über den Einsatzbereich im Klaren sein. Wird die Maschine öfters auch für schwere Arbeiten mit Massivholz oder im Holzbaubereich eingesetzt, macht ein schwereres Modell mit stärkerem Motor sicherlich Sinn. Ein Blick lohnt sich zudem auf die Absaugstutzen und die Luftführung. Je besser diese ausgestaltet sind, desto weniger Späne und Staub sammeln sich im Maschineninnern an. Ein wichtiger Aspekt nicht nur für den Arbeitsschutz, denn auch Kehlmaschinen beinhalten elektronische Bauteile, die möglichst vor solchen Einflüssen geschützt sein sollten. Entsprechend wichtig ist die Versorgung mit Ersatzteilen. «Gerade bei elektronischen Bauteilen kann es sein, dass diese aufgrund des technischen Wandels nach Ablauf der Ersatzteilgarantie nur noch schwer zu bekommen sind.»Ein objektiver Vergleich mit einem Pflichtenheft rechnet sich also beim Kauf einer neuen Kehlmaschine. Auf den anschliessenden Seiten folgt eine Übersicht über die am meisten verkauften Kehlmaschinenmodelle in der Schweiz. Die Zubehörlisten sind nicht abschliessend, da diese den Rahmen der Tabelle sprengen würden.ph
Veröffentlichung: 22. September 2016 / Ausgabe 38/2016
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