Weichen für mehr Schweizer Holz stellen


Nur ein Drittel des verarbeiteten Holzes stammt aus der Schweiz. Bild: Wald Schweiz
Nur ein Drittel des verarbeiteten Holzes stammt aus der Schweiz. Bild: Wald Schweiz
Politik. Mit einer Motion will Nationalrat und Präsident der Schweizer Waldeigentümer Daniel Fässler, umfassende und langfristig nachhaltige Verbesserungen für die einheimische Wald- sowie Holzwirtschaft bewirken.
Holzverwendung ist nachhaltig, innovativ und zunehmend begehrt – auch in der Schweiz. Gemäss dem Verband Wald Schweiz haben aber die Schweizer Holzverarbeiter oft das Nachsehen. Denn aktuell stamme nur etwa ein Drittel des verbauten Holzes aus hiesigen Wäldern und Holzverarbeitungsunternehmen. Die Schweiz verbraucht rund 10 Millionen Kubikmeter Holz pro Jahr, die Schweizer Waldbesitzer aber verkaufen und nutzen nur knapp 5 Millionen Kubikmeter jährlich, obwohl viel mehr möglich wäre.
Die Ursachen sind vielschichtig und komplex. Um eine Änderung herbeizuführen, muss an diversen Stellschrauben gedreht werden – in die richtige Richtung und mit der richtigen Intensität. Aufgrund einer umfassenden Gesamtbeurteilung und nach Gesprächen mit der Holzwirtschaft hat Wald Schweiz-Präsident und CVP-Nationalrat Daniel Fässler jetzt in der Herbstsession 2018 eine Motion eingereicht, die den Bundesrat mit der Aktualisierung der 2002 lancierten «Ressourcenpolitik Holz» beauftragt. Damit soll die einheimische Waldwirtschaft, die ganze nachgelagerte Wertschöpfungskette und die Verwendung des Schweizer Holzes auf verbesserte Grundlagen gestellt werden.
Die Motion zielt darauf ab, langfristig günstige Voraussetzungen zu schaffen, damit die nachhaltige Verfügbarkeit von Holz aus dem Schweizer Wald sichergestellt wird. «Mir geht es hier vor allem um langfristig wirksame, ganzheitliche Massnahmen, und nicht um kurzfristigen Aktivismus, auch wenn es vielleicht derzeit verlockend wäre, den Hitzesommer, die Borkenkäferplage und die Winterstürme entsprechend politisch und medial auszunutzen», sagt Daniel Fässler. «Mit den in meiner Motion vorgeschlagenen Massnahmen und Verbesserungen schaffen wir solide Voraussetzungen, den Schweizer Wald fitter und die Holzwirtschaft konkurrenzfähiger zu machen, und zwar nachhaltig und langfristig.»
Dafür seien gesetzliche und regulatorische Hindernisse zu beseitigen, Anreize zu schaffen, Hilfe zur Selbsthilfe bereitzustellen, Kommunikationsmassnahmen zu stärken und man müsse bei der Forschung, Entwicklung und Ausbildung zuzulegen. Neu soll der Fokus auch auf den Bereich der aufsteigenden Bio-Ökonomie und der Holzchemie gelegt werden. Dadurch lassen sich erdölbasierte Kunststoffe durch neue – zum Beispiel holzbasierte – Materialien zu ersetzen, die gleichwertige oder bessere Eigenschaften haben, aber zu 100 Prozent in nachhaltiger Kreislaufwirtschaft produziert und recycelt werden können.
Die Motion wurde von 20 Parlamentariern aus verschiedenen Parteien von Links bis Rechts unterzeichnet.
Veröffentlichung: 10. Oktober 2018
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