Triviso segelt unter neuer Flagge


Die Refyne-Gruppe (mit Triviso) präsentierte sich am Messstand in Nürnberg erstmals der Fachwelt. Bild: Refyne GmbH


Die Refyne-Gruppe (mit Triviso) präsentierte sich am Messstand in Nürnberg erstmals der Fachwelt. Bild: Refyne GmbH
Digitalisierung. Anlässlich der «Holz-Handwerk» in Nürnberg (D) stellte sich die Refyne-Gruppe vor – ein Zusammenschluss von fünf Softwarefirmen im Bereich Holz- und Metallbau. Eine der fünf ist die Solothurner Triviso AG.
Stefan Cotting ist einer der drei Gründer der Softwarefirma Triviso AG aus Solothurn, unter anderem bekannt für ihre Schreiner-ERP. «Neu ist eigentlich nur der Name», sagt er angesprochen auf den Zusammenschluss unter dem Dach der Refyne GmbH. «Triviso gehört schon seit August 2024 zur Gruppe, die nun in Nürnberg als Refyne an die Öffentlichkeit trat», sagt Cotting weiter. Unter dem Dach der Refyne sind nebst Triviso folgende vier Unternehen zusammengeschlossen, die alle auf Prozessdigitalisierung im Holz- und Metallbau spezialisiert sind:
Ihren Sitz hat die Refyne-Gruppe in Frankfurt am Main. Mit dem Mitglied CAD-PLAN teilt die Gruppe nicht nur den Firmensitz, sondern auch den Geschäftsführer Stefan Gutbertet. In der Gruppe treten die Software-Firmen nun gemäss Medienmitteilung an, «um die fragmentierten Arbeitsabläufe in der Holz- und Metallbranche zu brechen». Refyne bündele die «Kompetenzen marktführender Spezialisten mit innovativen, hochmodernen Lösungen.» «Wir betrachten den Prozess nicht als eine Addition von Einzelschritten, sondern als eine vernetzte Einheit», erklärt CEO Gutberlet. «Der ideale Prozess bedeutet, dass eine Anforderung – etwa eine Massänderung – ohne manuelle Eingriffe systemweit und automatisch in allen Prozessschritten umgesetzt wird.»
Doch warum hat sich die Triviso, in Europa bestens verankerter Anbieter von ERP-Lösungen für Holz- und Metallbaufirmen, unter das Dach der Gruppe begeben? «Das geschah als Nachfolgelösung», sagt Stefan Cotting. Die drei Gründer der gut dreissigjährigen Softwarefirma hätten diesen Prozess bewusst frühzeitig in Angriff genommen und unter dem Refyne-Dach passende Partner gefunden. Zwar gibt es bei Refyne einen Investor und Mehrheitseigentümer, doch «wir Gründer und ehemaligen Eigentümer sowie das Management sind an der Refyne beteiligt», stellt Cotting klar. Auch behalte das Triviso-Management die Freiheit, was die Geschäftstägigkeit angeht. Triviso sei weiterhin frei, mit allen Playern in der Wirtschaft zusammenzuarbeiten, sagt Cotting. Und ja, es liege auf der Hand, dass sich innerhalb der Gruppe Kooperationen und Synergien ergeben können. «Für unsere Kunden ändert sich nichts», hält Cotting fest.
Stefan Hilzinger
Veröffentlichung: 26. März 2026
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