Siegertisch wartet auf seinen Einsatz

Das Siegerbild von 2016: Nachwuchsstar Thomas Schmid posiert mit seinem Salontisch. Archivbild: Michael Suter

Nachwuchsstar.  Für ihn überraschend hatte Thomas Schmid die letzte Ausgabe des Lehrlingswettbewerbs in Basel gewonnen. Er hatte einen angefaulten und von Ameisen angefressenen Baumstamm zu etwas Besonderem gemacht.

Vor drei Jahren ist Thomas Schmid aus Sonnental im Kanton St. Gallen zum Nachwuchsstar 2016 gekürt geworden. Er hatte einen rustikalen Salontisch aus einem angefaulten und von Ameisen zerfressenen Baumstamm gefertigt. Mit einer LED-Beleuchtung und einer Glasplatte hatte Schmid den eigentlichen Schönheitsfehler ins beste Licht gerückt und das Publikum der Messe Holz damit überzeugt. 110 Besucherinnen und Besucher hatten für das Möbel des St. Gallers gestimmt, was ihm einen Vorsprung von 24 Stimmen gegenüber dem Zweitplatzierten einbrachte. Seine Lehre hat der 21-Jährige mittlerweile beendet. Danach hat er die Rekrutenschule absolviert, und er arbeitet mittlerweile wieder in seinem Lehrbetrieb, der Schreinerei Egli in Niederstetten SG.

Schreinerzeitung: Wo steht Ihr Siegertisch heute? Haben Sie ihn noch?
Thomas Schmid: Ja. Er steht mit einer Decke geschützt auf dem Estrich meines Elternhauses und wartet darauf, dass ich ausziehe. In unserem Wohnzimmer steht eben bereits ein Tisch, den mein Bruder gefertigt hat. Er ist Zimmermann.
Hatten Sie 2016 den Salontisch extra für den Nachwuchsstar-Wettbewerb entworfen?
Ich habe damals am Lehrlingswettbewerb des Schreinerverbands Kanton St. Gallen teilgenommen. Die Exponate wurden an der Messe Offa in St. Gallen präsentiert, und das Publikum konnte abstimmen. Die Besucher hatten meinen Tisch unter die Besten gewählt. Diese wurden anschliessend an der Messe Holz ausgestellt. Ich hatte mitgemacht, weil ich damals im zweiten Lehrjahr war und einfach mal selber ein Möbel planen und herstellen wollte. Dabei hatte ich viel gelernt.
Hatten Sie Ihre Familie, Freunde und Bekannten mobilisiert, damit Sie in Basel für Sie abstimmen?
Nein. Aber an der «Offa» hatte ich verschiedene Leute gebeten, für mich zu stimmen. Ich war dementsprechend überrascht, dass ich Nachwuchsstar wurde. Eigentlich hatte ich gar nicht vor, an der Siegerehrung dabei zu sein. Als ich einen Anruf erhielt, dass ich unter den Besten sei, war ich überrumpelt. Zum Glück bin ich hingegangen.
Besuchen Sie dieses Mal die Messe in Basel erneut?
Das weiss ich noch nicht. Vielleicht spontan. An der letzten «Offa» in St. Gallen war ich jedoch, und ich habe mir die aktuellen Wettbewerbsstücke der Lernenden angeschaut. Es hat ein paar sehr coole Ideen und Umsetzungen darunter.

www.schreinerei-egli.ch

ndo

Veröffentlichung: 26. September 2019 / Ausgabe 39/2019

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