Sägewerke sind überversorgt

Die Holzlager sind vielerorts übervoll. Bild: Lignum

Waldwirtschaft. Seit Anfang August wird ein starker Anstieg der Käferpopulation und der damit verbundenen Käferholzmengen beobachtet. Betroffen sind insbesondere tiefe Lagen in der Deutschschweiz.

Wie die Schweizer Holzmarktkommission (HMK) mitteilt, hat die immer noch gute Wirtschaftslage, der anhaltende Holzbauboom und eine gute Auftragslage dazu geführt, dass sich die Sägereien frühzeitig mit genug Rundholz eingedeckt haben. Zusätzlich zu den Sturmholzmengen von Anfang 2018 wird laufend Käferholz in grösseren Mengen aufgerüstet. Gemäss der HMK sind die Lager übervoll. Mit dem Holz, welches laufend angeliefert wird und noch im Wald oder auf dem Feld gelagert ist, seien die Sägereien gebietsweise massiv überversorgt. Die meisten Sägereien seien bis mindestens Ende Jahr – teilweise sogar bis März oder April – mit Rundholz versorgt und benötigen zurzeit kein zusätzliches Frischholz. Im westlichen Mittelland und in der Romandie fällt witterungsbedingt deutlich weniger Käferholz an. 

Durch Borkenkäfer bedingte Zwangsnutzungen

Aktuell wird das anfallende Käferholz soweit möglich sofort verarbeitet oder zwischengelagert. Solange es warm und trocken bleibt, muss mit einer weiteren Vermehrung der Borkenkäfer und der Überwinterung einer grossen Population gerechnet werden. Somit haben Forstschutzmassnahmen weiterhin absolute Priorität. Die HMK empfiehlt frisch gestochenes Holz möglichst rasch zu fällen, aufzurüsten, zu entrinden oder der Verarbeitung zuzuführen. Eine Lagerung ausserhalb des Waldes in ausreichender Distanz könne eine vorübergehende Alternative sein.

Preisstabilität für vereinbarte Liefermengen und Frischholz

Obschon grosse Übermengen an Nadelrundholz vorhanden sind und eher schlechte Qualitäten den Markt übersättigen, werden in einzelnen Regionen allenfalls Frischholzsortimente von guter Qualität in gewissen Mengen nachgefragt. Für gute Qualitäten bekräftigen die Marktpartner die Absicht, das Preisniveau möglichst stabil zu halten und an den bestehenden Preisempfehlungen vom Januar/Juni 2018 grundsätzlich festzuhalten. Für stark verblautes, qualitativ minderwertiges Käferholz muss mit deutlichen Preisabschlägen bzw. Abklassierungen gerechnet werden.

www.waldschweiz.ch

Preis eine Frage der Qualität

Der Verband Schweizerischer Hobelwerke (VSH) betont, dass für viele Anwendungen nur Holz in bester Qualität verwendet werden kann. Eben diese Ansprüche machen es schwierig, das anfallende Sturmholz zu verarbeiten. Generell sei der Holzbedarf in Europa sehr hoch und aufgrund des blühenden Versandhandels fliesse auch viel Holz in die Kartonproduktion. Zudem ist die Versorgungssituation bei der einheimischen Lärche nach wie vor schwierig.

Gemäss dem VSH führen diese Gegebenheiten auf dem Holzmarkt dazu, dass die Preise für Qualitätsholz, welches in Hobelwerken genutzt wird, steigen. Dies obwohl die Holzpreise in anderen Bereichen stabil bleiben.

www.vsh.ch

ph 

Veröffentlichung: 18. September 2018

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