Parkett macht Boden gut


Die Teilnehmenden können nebst den Informationen aus der Branche auch immer etwas an Wissen mitnehmen. Bild: Christian Härtel
Die Teilnehmenden können nebst den Informationen aus der Branche auch immer etwas an Wissen mitnehmen. Bild: Christian Härtel
Parkettverband. Die Interessengemeinschaft Schweizer Parkettmarkt trifft sich traditionell im Herbst zum Informationsaustausch. Nebst Zahlen und Informationen über Verbandsaktivitäten standen zwei Fachreferate über Unterlagsböden und Räuchereiche im Mittelpunkt.
Der Parkettbranche in der Schweiz konnte die Pandemie im ersten Quartal dieses Jahres nichts anhaben. «Es gab sogar ein Plus von 2,5 % im ersten Semester», berichtete Mark Teutsch, Geschäftsleiter der Interessengemeinschaft Schweizer Parkettmarkt (ISP) an der Herbstversammlung. An dieser waren die Coronaauswirkungen durchaus zu spüren. Weniger Teilnehmer, keine Produktpräsentationen und ein gestrafftes Programm konnten die rund 100 Gäste am 29. September in Lenzburg AG erleben.
Während in der Deutschschweiz trotz Coronabeschränkungen nahezu «durchgearbeitet» wurde, kam es laut Teutsch in der Romandie und im Tessin zumindest teilweise zum Stillstand bei den Parkettlegern. Grosses Auftragspotenzial für die Parkettbranche sei trotz rückläufiger Zahlen aus der Bauwirtschaft weiter im Renovationsbereich vorhanden.
Zu den regionalen Unterschieden für die Bodenleger würden sich auch Abweichungen zwischen Städten und ländlichen Gebieten zeigen. «Die Kunden in Städten verhalten sich offensichtlich etwas sensibler als jene auf dem Land», sagte Teutsch.
Mark Teutsch berichtete weiter von reger Verbandstätigkeit. So seien die neu gebildeten und besetzten Kommissionen «Normen und Technik» sowie «Marketing» nun mit Personen besetzt, die einem repräsentativen Querschnitt der ISP-Mitglieder entsprächen. Dadurch wolle man näher an der Praxis agieren. Die ersten Treffen seien vielversprechend verlaufen.
Auch die Kampagne zur Nachwuchswerbung «Bodenhelden» sei inzwischen angelaufen. Allerdings blieb der dafür geschaffene Road- Trailer bislang wegen der Pandemie in der Garage.
Zwei Fachvorträgen konnten die Teilnehmenden in Lenzburg trotz straffem Programm dennoch lauschen. Roman Kirchhofer von der Saint Gobain Weber AG gab umfassende Einblicke ins Thema Unterlagsböden. Vor allem Tipps und Tricks sowie die Pflichten für den Praktiker im Falle von «Problem erkannt – Estrich unbekannt» standen dabei im Mittelpunkt.
Aufräumen mit Unwahrheiten über die Räuchereiche – dieser Herausforderung stellte sich Ulrich Scheicher, Experte der ISP. Etwa zur Farbintensität des Holzes. Diese sei durch die Behandlung mittels Ammoniak nicht beeinflussbar, sondern nur über den Gerbsäuregehalt des Eichenholzes gesteuert. Vor allem aber müsse man wissen, ob es sich im konkreten Fall um ein oberflächlich angeräuchertes Fertigprodukt oder aber um ein kerngeräuchertes Holz gehe, so Scheicher. Denn bei angeräucherten Hölzern kann es bei leichtem Schwund zu hellen Fugenausbildungen kommen, und bei einer Renovation ginge dann die Räucheroptik verloren.
www.parkett-verband.chVeröffentlichung: 08. Oktober 2020 / Ausgabe 41/2020
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