Kost und Logis

Restaurant Trogen Bild: PD

75 Jahre Bürgenstock.  Weil das Schreinerhaus nicht mit einer Strasse erschlossen war, mussten die Kursteilnehmenden in der Frühzeit auf dem Bürgenstock nächtigen. Das mag umständlich erscheinen, in Tat und Wahrheit bot es aber Gelegenheit zu feuchtfröhlichen Abenden.

In der Anfangszeit des Schreinerhauses 1944 mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kurse und der Meisterprüfungen aus logistischen Gründen auf dem Bürgenstock übernachten. Die Zufahrt zum Schreinerhaus war nicht möglich. Im Dachstock des Schreinerhauses wurde zwar ein Massenlager eingerichtet, dieses wurde jedoch nie in Betrieb genommen (beim Dachausbau 1992 mussten die Matratzen, noch in Superba-Originalverpackungen, entsorgt werden). Autos waren damals eine Seltenheit, also mussten die Kursteilnehmer Bahn, Schiff und Standseilbahn benützen.

Den Schreinern gefiel es

Von Anfang an war das nahegelegene Restaurant Trogen mit seinen Zimmern prädestiniert, die Schreiner und Schreinerinnen zu beherbergen. Die Bauernfamilie Barmettler war eine initiative und rührige Gastgeberin. Den Schreinern gefiel es sehr gut, dies belegen die vielen Einträge im Schreinerbuch des Restaurants. Ältere Schreinermeister erzählen heute noch von gemütlichen und ab und zu auch ausgearteten Abenden mit viel Alkohol.

Auch private Angebote sind beliebt

Im damaligen Hotel Waldheim (später Waldhotel) mit der Besitzerfamilie Amstutz und ab 1980 Veronika und Leander Kummer-Amstutz konnte in einer gediegenen Hotelambiance ebenfalls günstig Vollpension gebucht werden. Später kamen auch günstige Zimmer im Haus «Café/Bar Waldrand» dazu. In einer alten Preisliste aus der Zeit um 1964 kann man nachlesen, dass im Hotel Waldheim die Vollpension für Schreiner 17 Franken pro Tag (ohne Service) und im Restaurant Trogen 1 Franken weniger kostete. 1965, nach dem Bau der Strasse von Obbürgen zum Restaurant Trogen und zum Schreinerhaus, wurde der Zugang zum Schreinerhaus einfacher. Immer mehr Kursteilnehmer aus der Region entschieden sich, abends nach Hause zu fahren.

In den 1990er-Jahren begannen die umliegenden Anwohner, häufig Bauernfamilien, ihre leerstehenden Zimmer anzubieten, so konnten weitere günstige Übernachtungsmöglichkeiten genutzt werden. Das war umso wichtiger, als im Laufe der Jahre die Kursdauer bei neu eingeführten Bildungsgängen massiv länger geworden war. Diese Übernachtungsangebote werden noch heute rege benutzt. Geschätzt werden vor allem Zimmer mit Kochgelegenheiten und Wohnungen mit mehreren Betten. Ebenso können Personalzimmer der Bürgenstockhotels gebucht werden.

Die Mittagessen wurden über viele Jahre klassenweise im Waldhotel, im Restaurant Trogen und später im Restaurant Taverne eingenommen. Heute sind diese Möglichkeiten eingeschränkt. Deshalb wurde in der HF Bürgenstock ein Aufenthaltsraum geschaffen, in dem die Studentinnen und Studenten eigene kleine Essen zubereiten oder wärmen können. Wer ab und zu nicht selber aufwärmen möchte, kann im Restaurant Trogen mit einem feinen Essen die Mittagspause überbrücken.

Episoden aus der Geschichte

Während des diesjährigen 75-Jahr-Jubiläums der Höheren Fachschule Bürgenstock (HFB) blickt die SchreinerZeitung mit kurzen Artikeln in einer losen Serie auf die Geschichte der VSSM-eigenen Bildungsstätte zurück.

Interessierte können im Wettbewerb auf der Jubiläumsseite der HFB monatlich attraktive Preise gewinnen.

www.75-jahre-hfb.ch

RR, sz

Veröffentlichung: 07. Februar 2019 / Ausgabe 6/2019

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