Eine Erlebniswelt für die Kuh


Die Studierenden erstellten Material- und Konstruktionsvorschläge auch für den Shop der Kuhfabrik. Bild: Höhere Fachschule Holz Biel
Die Studierenden erstellten Material- und Konstruktionsvorschläge auch für den Shop der Kuhfabrik. Bild: Höhere Fachschule Holz Biel
Semesterprojekt. Die Spielwarenfabrik der Familie Trauffer, in welcher die Holzkuh mit den roten Flecken entsteht, soll künftig mit allen Sinnen erlebt werden können. Für Erlebniswelt und Hotel konnten Holztechnik-Studierende eine Innenausbauplanung ausarbeiten.
Studierende Holztechnik mit der Vertiefung Schreinerei/Innenausbau der Höheren Fachschule Holz Biel durften sich im letzten Halbjahr mit einem speziellen Projekt auseinandersetzen. Während ihres sechsten Studiensemesters durften sie im Fach Gestaltung für das Hotel mit Erlebniswelt der Firma Trauffer Holzspielwaren AG in Hofstetten BE Vorschläge für die Innenausbauplanung ausarbeiten. Die Kindertraumfabrik, in der die kultige Holzkuh mit den roten Flecken hergestellt wird, soll künftig mit allen Sinnen erlebt werden können. Die konkrete Aufgabenstellung für die Studierenden umfasste das Erdgeschoss mit Self-Service-Bistro, Shop und Hotelrezeption. «Diese Projektaufgabe direkt aus der Praxis war für die Studierenden eine besondere Herausforderung», sagt Andrea Gasser, Dozentin der BFH und Mitbetreuerin des Semesterprojekts «Anspruchsvoller Innenraum». Sie seien mit grossem Engagement und viel Freude dahinter gegangen.
Im Vordergrund der ersten Projektphase standen die Zielgruppenanalyse der Erlebniswelt, zusammen mit der Entwicklung des von der Bauherrschaft gewünschten Designstils und der Raumatmosphäre. Auf der Grundlage der Architektenpläne und eines ausführlichen Briefings durch die Bauherrschaft erarbeiteten die Studierenden anschliessend ihre Vorschläge.
Während zehn Wochen arbeiteten die Studierenden zusammen an der Aufgabenstellung und wurden dabei eng von den beiden Dozierenden Andrea Gasser und Luc Migy betreut. Im Konstruktionsunterricht haben die angehenden Kaderleute verschiedene Bauteile, wie Fenster, innere Abschlüsse oder Verkleidungen analysiert und Material- und Konstruktionsvorschläge gemacht. An einer Zwischenreview erhielt die Studierenden wertvolle Feedbacks von der Familie Trauffer und konnten ihre Vorschläge dementsprechend anpassen. «Diese Übung, direkt mit der Bauherrschaft die Pläne besprechen zu können, war für die Studierenden sehr wertvoll», sagt Gasser. Ziel der Semesterarbeit war einerseits die detaillierte Ausarbeitung der Kundenpläne sowie ein Farb-, Material- und Beleuchtungskonzept für die unterschiedlichen Raumbereiche, und anderseits die Zusammenstellung der Unterlagen für die Ausschreibung der grossen Self-Service-Theke.
Durch die Auseinandersetzung mit dem Raum und seiner gewünschten Atmosphäre bis hin zu den ersten Gedanken zu Detaillösungen im Innenausbau, bewegten sich die Studierenden an den Schnittstellen zur Innenarchitektur und zur Architektur. Im Austausch mit allen Projektbeteiligten konnten sie ein Verständnis für gute Gestaltung und eine kundenorientierte Handlungsweise entwickeln. «Genau diese Faktoren können den Entscheid einer Kundin, eines Kunden für die Auftragsvergabe und die Zusammenarbeit enorm beeinflussen», sagt die Modulleiterin für Planung und Projekte, Fachrichtung Innenausbau/Schreinerei, HF Holz, weiter.
Die fertigen Pläne, welche von den 27 Studierenden präsentierten wurden, überzeugten auch die Auftraggeber Mark und Brigitte Trauffer: «Es hat unglaublich gute Ideen. Ein grosses Kompliment, das ist sehr gelungen. Ihre Ideen werden wir sicher in die Umsetzung einfliessen lassen.» Die Trauffer Erlebniswelt und das Hotel, welches den Namen Bretterhotel trägt, weil es aus viel Holz hergestellt wird, befindet sich bereits im Bau. Sie sollen am 4. Juni 2022 eröffnet werden. Dann wird sich zeigen, ob und wie viele Ideen der Studierenden in der Planung von den Trauffers berücksichtigt wurden.
Isabelle Spengler
Veröffentlichung: 30. Juni 2021
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