Die Maschine mit dem letzten Schliff

Die Opera 5 ist mitzwei bis fünf Schleifaggregaten erhältlich. In Kombination mit einem Trommelwender ist damit eine hohe Effizienz möglich. Bild: Monika Hurni

PaidPost. Bei der Bach Heiden AG gehört das Schleifen zu den Kernarbeiten bei der Produktion der Brandschutztüren und Tore. Die Auswahl der neuen Schleifanlage hat sich das Unternehmen nicht leicht gemacht. Am Ende fiel die Wahl auf die Opera 5 von Biesse.

Rund 3000 Türen werden bei der Bach Heiden AG jährlich produziert. Das Unternehmen in Appenzell Ausserrhoden hat sich über die Jahre hinweg von der klassischen Schreinerei zum ausgewiesenen Experten für Brandschutztüren und -tore entwickelt. Geblieben ist der hohe Anspruch an das Design. «Wir versuchen, unseren Kunden immer das gewisse Extra anzubieten», erklärt Livio Vogel, Betriebsleiter und stellvertretender Geschäftsführer. Einen Beitrag zur Qualität leistet seit einem Jahr die neue Breitbandschleifmaschine oder besser gesagt die gesamte Anlage mit Ein- und Ausführförderbändern, der Opera 5 von Biesse als Kernstück und einem Trommelwender. «Die Schleifmaschine ist bei uns ein Nadelöhr», sagt Vogel. So habe man bei der Auswahl nicht nur ein besonderes Augenmerk auf die Qualität, sondern auch auf die Effizienz der Maschine gelegt. Die vorherige Schleifmaschine sei in die Jahre gekommen, und man habe an dieser zentralen Stelle keinen Ausfall riskieren können. Die alte Maschine stehe nun im Keller und werde zur Entlastung immer noch für gewisse Schleifarbeiten eingesetzt.

Die neue Anlage sei ein Riesengewinn für den Betrieb, sagt Maschinenexperte Robert Bürki. «Die Qualität ist so gut, dass wir uns das händische Nachschleifen ersparen können.» Auch bei der Bedienung der Maschine können viele Arbeitsstunden eingespart werden. «Bevor wir den Trommelwender hatten, waren jeweils bis zu vier Personen notwendig, um die über 100 Kilogramm schweren Türen zu wenden», sagt Bürki.

Heute können die Schleifarbeiten von einer Person ausgeführt werden. Dabei werden jeweils drei Türen geschliffen, gewendet, ausgeführt und per Vakuumheber abgestapelt, bevor der gesamte Stapel dann dem Schliff der anderen Türseite zugeführt wird. Bei der Evaluation der Maschine hatte mit der Biesse Valeria auch eine zweiseitige Schleifstrasse zur Diskussion gestanden. Diese wurde aber aus Platz- und Kostengründen verworfen. «Uns ist es wichtig, unseren Kunden nicht die teuerste Lösung zu verkaufen, sondern jene, die am besten auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist», erklärt Erich Lüchinger, der als Gebietsverkaufsleiter von Biesse für dieses Projekt zuständig war.

Idividuelle Lösungen

Auf den Kunden zugeschnitten wurde in diesem Fall auch die Ausführung der Anlage. «Wir haben versucht, sie in bestmöglicher Weise auf das Betriebslayout abzustimmen», sagt Lüchinger. So wurde die Anlage aus Platzgründen nach der Bestellung noch umplatziert und zur Optimierung des Produktionsablaufs gespiegelt. «Der Bandwechsel ist somit auf der rechten Maschinenseite und der Antrieb links», erklärt Lüchinger. Dank eigens für dieses Projekt ausgetüftelten Schiebetüren rückseitig der Maschine, konnte diese näher an die Wand gestellt werden, womit eine Platzeinsparung von rund 15 m2 erreicht wurde. Dank einer Modifizierung am Rahmen des Trommelwenders musste dieser nicht in den Boden versenkt werden, womit bauliche Kosten eingespart werden konnten.

Qualität verbindet

«Wir sind den gesamten Weg bis zur optimal abgestimmten Anlage gemeinsam gegangen», sagt Lüchinger. Ein wichtiges Thema dabei war die Wahl der Aggregate. Hier musste die Abstimmung gefunden werden zwischen einer teilweise beachtlichen Abtragung beim Kalibrieren und einem feinen Oberflächenfinish. «Bei der Opera sind die Aggregate ein Wunschkonzert, möglich sind zwei bis fünf Schleifaggregate», erklärt Lüchinger. Die Bach Heiden AG setzt auf vier Aggregate, drei Längs- und ein Querschleifaggregat, und ist mit dieser Wahl vollkommen zufrieden. Dies gilt für die ganze Anlage. «Wir konnten die Effizienz deutlich steigern, und dies ohne Einbussen bei der Qualität», sagt Livio Vogel. Und der hohe Anspruch an die Qualität ist es auch, der die beiden Unternehmen verbindet.

Biesse Schweiz GmbHLuzernerstrasse 266294 ErmenseeTelefon 041 399 09 09info[at]biesse[dot]ch

www.biesse.com

 

Im Interview

«Die Begleitung von Biesse war und ist top»

Seit einem Jahr ist die Opera 5 bei der Bach Heiden AG im Einsatz. Livio Vogel, Betriebsleiter und stellvertretender Geschäftsführer, ist nach wie vor überzeugt von der Wahl.

 

Herr Vogel, was waren Ihre Ansprüche an die neue Breitbandschleifmaschine?

Livio Vogel: Unser Anspruch war es, eine Maschine zu finden, mit der beidseitiges Schleifen von furnierten und belegten Brandschutztüren möglich ist. Im Idealfall bis zu einem Gewicht von 250 Kilogramm.

Warum haben Sie sich für die Opera 5 entschieden?

Die Anlage hat uns als Ganzes überzeugt. In Kombination mit dem Trommelwender erfüllt sie all unsere Anforderungen. Bei Biesse ist man auf unsere Änderungswünsche eingegangen und hatte für jedes Problem eine Lösung bereit. Die Maschine wurde im Werk in Italien 1:1 aufgebaut, und so lief auch die Inbetriebnahme ohne Komplikationen ab.

Dann waren Sie zufrieden mit der Zusammenarbeit?

Ja, sehr. Die Zusammenarbeit war ausgesprochen angenehm und produktiv. Biesse ist nicht nur auf unsere Anliegen eingegangen, sondern hat auch selber Verbesserungsvorschläge eingebracht. Die Begleitung war während der Evaluationsphase top und ist es auch geblieben.

www.bach-heiden.ch

Veröffentlichung: 19. März 2025 / Ausgabe 9/2025

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