Dank Ausdauer zur Belohnung


Die Jungschreiner mit Note 5 und mehr erhielten eine Gürtelschnalle als Auszeichung. Bild: Clemens Fässler
Die Jungschreiner mit Note 5 und mehr erhielten eine Gürtelschnalle als Auszeichung. Bild: Clemens Fässler
LAP Sektion Appenzell. Knapp 30 Absolventinnen und Absolventen feierten kürzlich ihren Abschluss als Schreiner oder Schreinerpraktiker. Dass die Angehörigen nicht an der Feier teilnehmen durften, bedauerten manche; dass es keine schriftlichen Prüfungen gab, niemand.
Die 22 neuen Schreiner EFZ und die 6 Schreinerpraktiker EBA aus dem Appenzellerland feierten ihren Abschluss unlängst im kleinen Kreis in der Piadineria Rimini in St. Gallen. Eltern, Lehrmeister und Angehörige blieben zu Hause, und die Anzahl der Vertreter von Staat und Verband auf ein Minimum beschränkt. Umso erleichterter zeigte sich Chefexperte Erwin Wiederkehr, dass überhaupt eine Feier stattfinden konnte.
Daniel Ackermann, Präsident des Appenzeller Schreinermeisterverbandes, betonte, dass die Lehrabgänger ebenso eine würdige Feier verdienten wie die Jahrgänge vor ihnen.
Zunächst erhielten die Schreinerpraktiker ihr Eidgenössisches Berufsattest (EBA) für die zweijährige Lehre, die ebenfalls mit praktischen und theoretischen Prüfungen abgeschlossen wurde. Mit David Burkard aus Hundwil (Schreinerei Hölzli, Degersheim) und Andreas Laube aus Bühler (Sutter Schreinerei GmbH, Stein) erreichten 2 Schreinerpraktiker die Note 5 oder höher. Von den 22 Absolventen mit Eidgenös- sischem Fähigkeitszeugnis (EFZ) schafften 10 Lernende die Note 5. An der Spitze standen Vivienne Breitenmoser aus Appenzell (Thomas Sutter AG, Haslen) und Jonas Mittelholzer aus Eggerstanden (M Mazenauer, Meistersrüte) mit Note 5,4, gefolgt von Lauro Neff aus Appenzell (Weishaupt AG Innenausbau, Appenzell) und Maurus Rusch aus Gonten (Zürcher Schreinerei AG, Gonten) mit der Note 5,2.
Die Noten setzen sich wie üblich aus den schulischen und betrieblichen Noten zusammen, wobei es wegen des Coronavirus keine schriftlichen Abschlussprüfungen gab. Vonseiten der Jungschreiner wurde das aber nicht betrauert: «Nicht alle waren wütend, dass keine schriftlichen Prüfungen stattfanden», bemerkten sie in ihrem Lehrrückblick. Doch entscheidender als die abgesagten Prüfungen ist die individuelle, praktische Arbeit (IPA), die im Januar noch vor der Krise durchgeführt werden konnte.
Ein Dank richtete sich an die Lehrer Esther Züst und Christoph Haider, die den Abschlusstag organisiert hatten. Nach dem Besuch des Stiftsbezirks, wo insbesondere die Besichtigung des imposanten Dachstuhls der Kathedrale die «Hölzigen» faszinierte, erfolgte die Übergabe der Lehrdiplome. Chefexperte Wiederkehr zeigte mit seiner Interpretation des Wortes «Corona» die positiven Aspekte der Schreinerlehre auf: von den Chancen, die sich den Absolventen eröffneten, bis zur Ausdauer, die verlangt worden sei und wofür es nun die Belohnung gebe.
Note 5,4: Vivienne Breitenmoser, Jonas Mittelholzer; Note 5,2: Lauro Neff, Maurus Rusch; Note 5,1: Elio Schönenberger, Sandra Zähner; Note 5: Sandro Dörig, Samuel Schmid, Christian Tanner, Nicolas Züst; Noten bis 5: Alexander Bärlocher, Michael Bischof, Tobias Bleiker, Yanik Bourqui, Mario Büchler, Jesse-Nikita Büsch, Isaia D’Alessandro, Cédric Enzler, Philipp Fässler, Manuel Murer, Patrick Schläpfer, Tobias Stucki.
Note 5,3: David Burkard; Note 5: Andreas Bühler; Noten bis 5: Seye Ali Alawi, Nico Brosch, Lorik Hazer Gjemali, David Muff.
Veröffentlichung: 16. Juli 2020 / Ausgabe 29-30/2020
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